Perth- Lancelin- Geraldton- Denham

19.11.16 - 28.11.16

 

Der Grosseinkauf hat sehr viel länger gedauert als gedacht. Es ist halt schwierig mit 8 Leuten einkaufen zu gehen. Jeder hat Extrawünsche, sieht was leckeres und so haben wir den Laden mit drei vollen Einkaufswagen verlassen.

Das Zeug in den eh schon vollen Autos zu verteilen hat nochmal einige Zeit in Anspruch genommen und so kamen wir erst gegen Nachmittag los.  Das Sandboarding mussten wir also auf den nächsten Tag verschieben. Dafür haben wir direkt am ersten Tag zusammen einen tollen Schlafplatz in den Dünen gefunden.

 

Fürs Sandboarding konnten wir uns vier kleine "Surfboards" ausleihen mit denen man die riesigen Sanddünen hinunterfährt.  Wir hatten uns allerdings alle etwas mehr davon erhofft. Überhaupt erstmal auf dem Brett zu bleiben war nicht so einfach, die Geschwindigkeit fehlte und die Düne wieder hinaufzuklettern war in der Mittagshitze schon sehr anstrengend. 

Alles in alle lohnte sich der Aufwand nicht für den kurzen Spaß. Trotzdem war es ne neue Erfahrung. 


In den nächsten Tagen haben wir mehrere Nationalparks besucht, u.a. die Pinnacles und das Natural Window. Ein Loch im Felsen vor einer tiefen Schlucht. Das war schon schön anzuschauen. Jeder aus der Gruppe machte natürlich erstmal sein eigenes kleines Fotoshooting.  Bei 35 Grad knallt die Sonne jedoch ziemlich extrem und Wanderungen waren, wenn auch kurz, nicht sehr angenehm. 


Anschließend erreichten wir Shark Bay, eine Halbinsel die ihren Namen zurecht trägt. Wir sind an den schönsten Stränden schwimmen gegangen und haben mehr als einmal große Rochen oder Haie in einiger Entfernung an uns vorbeiziehen sehen. Das wissen dass die etwa 1 Meter großen Haie harmlos sein sollen hinterlässt trotzdem ein komisches Gefühl. 


Am folgenden Tag besuchten wir den François Perron Nationalpark. Ein Name den ich wahrscheinlich nie mehr vergessen werde. Etwa 40 Kilometer vom nächsten Dorf entfernt besteht der Weg ausschließlich aus sandigen Abschnitten und wenigen steinigen Teilen bei den Salzseen.  

Am Eingang des Nationalparks mussten wir den Reifendruck verringern und hatten erstaunlicherweise beim hinweg keine größeren Probleme. Vom üblichen im Tiefen feinen Sand stecken bleiben mal abgesehen. 

Auf dem Rückweg würde ich leider ausgebremst, fuhr mich dadurch im Sand fest und als ich weiterwollte ging gar nichts mehr.  Nach einigem überlegen schien klar zu sein dass de Kupplung den Geist aufgegeben hat.  Einen besseren Zeitpunkt hätte es nicht geben können. 

Wir waren zum Glück mit drei Autos unterwegs und so wollten die anderen beiden weiterfahren und Hilfe holen. Ich bekam noch einen Kanister mit Wasser, einen "Aufpasser" falls was passiert und dann warteten wir zwei Stunden in der Mittagshitze. Wir wussten dass nur ein weiteres Auto im Nationalpark unterwegs war und hielten immer Ausschau danach. Dann kamen jedoch unsere Leute zurück,  zu Fuß. 

Der zweite Wagen hatte einen kilometer weiter einen überhitzten Motor und musste warten. Als sie dann jedoch weiterfahren wollten, hätten sie komischerweise dieselben Probleme wie mein eigenes Auto. Jetzt steckten wir mit zwei Autos im Nationalpark fest, den dritten wollten wir erst losschicken wenn's gar nicht anders ging. Die Gefahr sich auch noch festzufahren war zu groß. So mussten wir die Nacht wohl oder übel im Nationalpark verbringen. 

Am nächsten morgen schickten wir dann doch den dritten Wagen los um Hilfe zu holen. Das Wasser teilten wir uns vorsichtshalber ein, viel hatten wir für 6 Leute nicht mehr dabei. 

Als auch nach Stunden noch nichts zu sehen war, maschierte ich los um Habdyempfang zu suchen. Ich lief etwa eine halbe Stunde bis ich Glück hatte und gerade genug Empfang um den Notruf zu wählen.  

Erstaunlicherweise sagte man mir am Telefon, man könne nichts für mich tun. Die Polizeistation des nächsten Dorfes, 40 km

Entfernen, habe nur 6 Fahrzeuge und keines davon wäre in der Lage uns aus der Wüste zu holen. Als ich darum bat zumindest dem Ranger Bescheid zu geben bekam ich dieselbe Antwort. 

Erst als ich der Dame am Telefon erklärte dass wir mit 6 Leuten, zwei kaputten Autos und kaum noch Wasser in der Wüste festhängen, ich 30 Minuten gelaufen bin um halbwegs vernünftigen Empfang zu haben, bekam ich die Nummern von zwei Abschleppdiensten wo ich mal nachfragen sollte. Bei der ersten Nummer ging schon Niemand ran und bei der zweiten Nummer wurde ich von einem zum anderen weitergeleitet bis ich letztendlich beim Boss angekommen war.  Leider konnte auch er mir nicht helfen außer dass er bereit war am Abend einen Mechaniker vorveizuschicken. Besser als gar nichts, ich solle am Nachmittag nochmal anrufen.  Mir blieb also nichts anderes übrig als wieder zurückzuwandern und gerade als ich die anderen erreichte, tauchte ein Auto auf. 

Der Ranger hatte uns gefunden und wollte wissen was los war. 

Wir erklärten ihm die Situation und er war bereit zu versuchen zumindest meinen Wagen aus dem Sand zu ziehen. 

Mit einigen losen Reifen an einer Kette die er hinter sich her zog entfernte er den losesten Sand auf unserer Strecke. Anschließend mussten wir meinen Wagen so leer räumen wie möglich und zusätzlich befeuchtete er den Sand vor meinem und seinem Wagen um die Dichte und Haftung zu verbessern.  Die Wahrscheinlichkeit dass es klappt läge bei etwa 30% sagte er mir. Trotz allem schaffte er es und mit einiger Mühe zog er mich den Kilometer zum anderen Wagen.  

Um was an unserer Situation zu ändern bot er netterweise an mich ins Dorf mitzunehmen damit ich jemanden suchen könne der mich rauszieht. 

Als wie gerade losfahren wollten kam uns ein Auto entgegen. Es waren die Abschlepper, die von unseren Freunden bezahlt worden waren um meinen Wagen rauszuziehen. Wir erklärten Ihnen alles und sie legten los.  Es gab keine größeren Probleme, abgesehen davon dass die Zugmaschine mehrfach halten musste um den überhitzten Motor abkühlen zu lassen. Netterweise zog man mich auf einen Caravan Park im Dorf und sie wollten sich wegen den Preisen der Repertur erkundigen. Die Werkstatt gehört ebenfalls den beiden Abschleppern.

Nun hing also nur noch ein Wagen und zwei unserer Leute in der Wüste fest. Wir wollten nicht noch einmal 600$ für das Abschleppen bezahlen und so liefen wir durchs Dorf und baten einheimische um Hilfe. Erst im Pub ( um 2 Uhr mittags) fand sich jemand der bereit war uns zu helfen. 

Als ein Freund des Jungen Kerls mit seinen Truck kam, fuhren Sie in den Nationalpark um den Wagen rauszuholen. 

Das Problem des zweiten Wagens war das Öl für die Automatikschaltung. An der Tankstelle kauften wir neues und obwohl man uns davon abgeraten Hatte das auszuprobieren, lief der Wagen wieder einigermaßen normal. 


Dienstag wurde mein Wagen nun abgeholt um eine neue Kupplung zu bekommen. 

Die anderen sieben bestanden darauf mit mir in Denham zu warten bis wir weiter können, später einigten wir uns darauf dass wir einfach mit den zwei verbleibenden Wagen weiterfahren und in einer Woche zurückkommen um mein Auto aus der Werkstatt zu holen. Die anderen beiden Jungs aus der Gruppe haben ein Zeitlimit und müssen sowieso wieder zurück nach Perth. 

Denham- Exmouth

29.11.16- 04.12.16

     

Die Strecke hier hinauf beträgt etwa 700 km. Zu sehen gibt es auf diesem Stück die wunderbarsten Strände, große Canyons wo wir wandern waren und natürlich das Ningaloo Reef wo wir die letzten Tage Schnorcheln waren. Das Wasser ist einfach Glasklar und ich konnte die buntesten Fische entdecken. 

In Coral Bay gab es zudem ein "Becken" zwischen einigen Sanddünen wo etwa 200-300 Haie ihre Jungen aufziehen sollten.  Das wollten wir aus der Nähe sehen. Als wir dort schnorchelten sind wir aber leider nie näher als einige Meter an die Haie rangekommen. 

Leider leider haben wir keine Meeresschildkröten im Wasser gesehen. 

Dafür sind wir vorgestern abend um 22 Uhr wieder an den Strand gefahren um zu beobachten wie die Schildkröten ihre Eier legen. Wir waren alle skeptisch aber nach einigen hundert Metern am Strand entdeckten wir tatsächlich die erste große Meeresschildkröte die sich die Dünen hinaufkämpfte. 

Das war cool. Ich legte mich etwa zwei Meter von ihr entfernt in den Sand und sah ihr im Mondlicht dabei zu wie sie anfing ein Loch zu graben. Jede Minute musste sie pausieren und schnaubte laut. 

Aus irgendeinem Grund gefiel ihr die Stelle dann aber doch nicht mehr und sie kroch ein Stück weiter hoch, direkt neben mich, keinen halben Meter entfernt. 

Sofort fing sie wieder an zu graben und schaufelte mir erstmal eine riesenladung Sand ins Gesicht. Ich hatte keine Lust sie mit unnötigen Bewegungen zu verscheuchen und blieb liegen. So bekam ich etwa 1 1/2 Stunden lang alle paar Sekunden ne Ladung Sand über den Kopf geschaufelt aber das war's auf jeden Fall wert! 

Nachdem das Loch fertig war und die ersten Eier gelegt waren kroch die Schildkröte noch ein Stück weiter hoch und fing an ein zweites Loch zu graben. Uns allen war mittlerweile wirklich kalt und so spazierten wir zum Auto zurück. Eine wirklich coole Erfahrung! 

Nachts am Rastplatz hüpften wieder Unmengen Kängurus um uns rum. Leider dachte keiner von uns daran auch die Lebensmittel sicher zu verstauen und so wurde ich mitten in der Nacht wach weil neben dem Auto alle Taschen durchwühlt wurden. Als ich rausging liegen drei Kängurus ganz entspannt zwischen unseren Autos und Zelten rum und fraßen alles wo sie rankamen.  

Einige Äpfel, 2 Kilo Möhren und Paprika hatten wir danach weniger. 


Gestern buchten wir noch eine Schnorchel Tour am Riff. Die maximale Anzahl an Teilnehmern waren 8 Leute, also perfekt für uns. Wir bekamen quasi eine private Tour in nem kleinen Schnellboot dass uns raus auf Meer brachte und an verschiedenen Schnorchel Spots rausließ. Auch der Guide war super drauf, wahrscheinlich schon am frühen Sonntag morgen betrunken was hier nicht ungewöhnlich ist. 

Die Fotos und Videos davon muss ich noch aussortieren und später hochladen. Jedenfalls waren die Korallen und Fische so bunt und super anzuschauen.  


Jetzt ist es kurz vor 9 Uhr am Montag morgen, das Auto ist fast fertig gepackt und gleich fahre ich mit den zwei Jungs die runter nach Perth müssen und einem anderen Fahrer 700 km zurück um mein Auto einzusammeln. 

Die Jungs lassen wir unterwegs an nem Roadhouse raus wo sie versuchen die restlichen 800 km zu trampen. Dann geht's mit unseren beiden Autos wieder hoch um die anderen einzuholen. 

05.12.16/ 06.12.16

Nach 9 Stunden fahrt haben wir die anderen beiden Jungs am Roadhouse abgesetzt und das kleine Dorf Denham erreicht. 
Gerade frühstücke ich und fahre dann mal in der Werkstatt vorbei um zu schauen wie weit mein Auto ist. 
Aber obwohl ich am Arsch der Welt bin, war der Nikolaus da und hat was in meine "Schuhe" gepackt! 


Mein Wagen sollte gestern Abend fertig werden. Heute früh zur Werkstatt gefahren um ihn abzuholen und da erklären die mir dass Sie einen Sicherungsring der neuen Kupplung verloren haben. Man kann mir nicht sagen wie lange es dauert bis sie einen neuen gefunden haben. Ganz tolle Sache. 
So hänge noch mindestens einen Tag länger in dem Dorf hier rum.  
Ich weiß dass es Jammern auf hohem Niveau ist, immerhin kann ich den Tag am Pool oder nem wunderschönen Strand verbringen.  Aber das sinnlose rumsitzen und warten geht mir tierisch auf die Nerven. 

 

Denham- Karratha- Karijini Nationalpark- Broome

 

09.12.16- 16.12.16

 

Endlich kam der Anruf dass mein Auto fertig ist und wir weiterfahren können. Sofort packten wir alles zusammen und obwohl es schon nachmittag war sind wir noch etwa 250 km gefahren.

Am nächsten Tag schafften wir knapp 800 km und haben in Karratha unsere Vorräte aufgestockt.  Die anderen waren da schon ganz in der Nähe und einen Tag später hatten wir sie dann endlich eingeholt. Zwar hatten wir nur noch 270 km zu fahren aber dafür brauchten wir eine  halben Tag weil die Strasse so schlecht war. 

 

Endlich bei den anderen angekommen, an einem Wasserloch in einer Schlucht gab es nach der Stundenlangen Fahrt erstmal eine Abkühlung im Teich. 

Sorgen hatte mir vorher die wirklich schlechte Schotterpiste gemacht. Lustigerweise hatte ich etwa 500 m bevor diese anfing ein negatives Erlebnis. Mir platze bei voller Fahrt ein Reifen und ich brauchte fast 1 1/2 Stunden um den Reifen zu wechseln. Das Problem war dass ich meinen Wagen aufgrund des grossen Federweges nicht hoch genug pumpen konnte. Blöderweise rutschte der Wagen dann noch auf der leicht abschüssigen Strasse während des Hochpumpens und knallte voll auf die Bremsscheibe. 

Glücklicherweise ohne grösseren Schaden konnte ich schliesslich weiterfahren. 

In den Tagen danach haben wir einige Schluchten besichtigt und sind in jedem Wasserloch Baden gewesen dass wir finden konnten. Die Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit machen es einfach unerträglich. 

 

Auf dem Weg nach Broome kamen wir auch am 80 Miles Beach vorbei. Einem, wie der Name schon sagt vielen Kilometer langen einsamen Sandstrand. Wunderschön anzuschauen und auch hier freuten wir uns natürlich auf eine angenehme Abkühlung. 

Voller Vorfreude rannten wir ins Wasser, nur um 2 Minuten später wieder herauszustürmen. Zwei aus der Gruppe schrien plötzlich auf, Sie hatten Kontakt mit Quallen bzw. deren Nesseln. 

Die betroffenen Stellen wurden sofort Rot und schwollen an, es sah aus wie Verbrennungen. 

Wir wussten zum Glück dass weisser Essig und Rasierschaum helfen sollte und versorgten die beiden.  Das Badevergnügen war damit allerdings beendet und wir fuhren bald weiter nach Broome.

Ein Paar Tage zuvor wurden wir bereits für Verrückt erklärt als wir einigen Einheimischen unsere Reisepläne beschrieben. Wir reisen momentan völlig gegen den Strom, im Norden fängt gerade die Regenzeit an und viele Strassen und Nationalparks sind deswegen geschlossen.  Dazu kommt dass wir ab diesem Ort die einsamste Gegend Australiens befahren. 

Und das mit meinem Wagen der momentan glücklicherweise ohne Probleme läuft. Ein anderer Wagen bei dem uns in der Werkstatt geraten wurde, das beste wäre wir stellen uns ein paar Stühle zurecht, zünden ihn an und haben unseren Spass dabei. Auch der dritte Wagen steht seit heute wieder in der Werkstatt. Nach einem platten Reifen auf der Schotterpiste ist es schon der zweite Besuch einer Werkstatt diese Woche.  Zum Glück scheint es diesmal nur ein poröser Kühlschlauch zu sein und der Wagen sollte Anfang nächster Woche wieder laufen. Von der angebrochenen Achse mal zu schweigen, das wussten wir von Anfang an. 

Uns wurde gesagt für die kommende Strecke sollten wir uns gut vorbereiten und mindestens 60 Liter Wasser Pro Person mitführen, in unseren vollgepackten Autos ein Ding der Unmöglichkeit.  Tagelang komme niemand auf dieser Strecke vorbei und wir sind komplett auf uns alleine gestellt.  Ich, als einziger Mann der Gruppe bin blöderweise dafür zuständig wenn es bei den Wagen zu Problemen kommt.  Ich bin auf diesen Abschnitt der Reise wirklich gespannt. Ich glaube das wird noch spannend. 

 

Gerade sitze ich nach langer Zeit mal wieder im Hostel, komme gerade aus dem Open Air Kino und bin schon mit allen Klamotten im Pool baden gegangen.  Es sind noch "angenehme" 30 Grad und morgen früh um 5:30 Uhr klingelt der Wecker. Wir wollen uns Dinosaurier Fussspuren anschauen die nur früh morgens bei Ebbe zu sehen sind. 

Und für den Abend haben wir eine Sonnenuntergangstour am Strand mit Kamelreiten gebucht ;)

Man merkt dass wir langsam in den Tropischen Norden kommen. Die Luftfeuchtigkeit steigt deutlich und fast jeden Abend gibt es schon jetzt heftige Gewitter. Genau das richtige für mich. Entgegen aller Vernunft sitze ich meist auf dem Autodach und schaue mir das Naturschaupiel an :)

Also diese "tollen" Dinosaurier Spuren waren nicht mal ein Foto wert.  Bei schwülen 30 Grad um 6:30 Uhr am morgen kletterten wir runter zum Wasser um ein paar Vertiefungen im Stein zu sehen. Ohne ein Australisches Paar dass uns auf die Spuren aufmerksam machte, hätten wir sie wohl übersehen.

Dafür war die Kameltour bei Sonnenuntergang wirklich toll. 

Ich durfte auf dem Leitkamel vorne wegreiten und die anderen direkt hinter mir. War ne echt gemütliche aber lustige Angelegenheit.

Am nächsten Tag besuchten wir eine kleine Brauerei die besondere Biersorten anbietet.  Es gab ein Tasting Pedal um alle Geschmacksrichtungen durchzuprobieren. So gab es Chilli- und Mangobier, Ginger- und Toffeebier, Lychee und ein paar andere.  Man muss ja alles mal probieren aber ich bleibe dann doch lieber beim normalen Pils.

Den dritten Wagen haben wir heute aus der Werkstatt geholt, mal schauen wie lange er läuft.

Ist schon lustig, in Deutschland würde niemand auf die Idee kommen mit solchen Wagen durch die einsamste Gegend Australiens zu fahren.  Für beide  Wagen haben wir unabhängig voneinander in den Werkstätten noch Tipps mit auf den Weg bekommen. Bei dem ersten Wagen hiess es;   stellt euch ein paar Stühle zurecht, macht es euch gemütlich und zündet den Wagen an. So habt ihr wenigstens noch etwas Spass damit. 

Den anderen Wagen sollten wir am besten sofort ins Internet setzen und zumindest noch mit den Einzelteilen etwas Geld machen.  Gute Vorraussetzungen für unseren Trip ;)

 

Gestern haben wir noch eine nette Erfahrung mit einer Australierin gemacht die uns zu sich nachhause eingeladen hat. Zum Wochenende hin soll ein grosser Sturm aufziehen und da es in den Autos und Zelten zu unsicher wäre, könnten wir gerne bei ihr übernachten bis der Sturm vorbei ist. 

Wir wussten nichts von nem Sturm und haben uns dann mal genauer umgehört. Tatsächlich beginnt gerade die Cyclone Season und die ganze Stadt bereitet sich auf den Sturm vor. Sollte er sich zu einem Cyclone entwickeln wird die Stadt sogar evakuiert. Immerhin etwa 20000 Leute. 

Heute bringen wir die Esther zum Flughafen. Ihr ist die Überfahrt nach Cairns zur Regenzeit und mit unseren Autos zu unsicher und deswegen fliegt Sie die Strecke.  

Ich bin gespannt was die nächsten Tage bringen. Bis Weihnachten wollten wir eigentlich Darwin erreichen, müssen dafür nochmal etwa 2000 km fahren. 

Sobald ein Brief aus Deutschland angekommen ist, gehts los!

 

Obwohl der Brief länger brauchte als gedacht haben wir uns nun auf den weg nach Darwin gemacht. 

Nach knapp 2000 unspektakulären Kilometern haben wir Darwin erreicht. Man merkt schon dass Regenzeit ist, alle paar Stunden gab es einen heftigen Schauer der uns teilweise zum Anhalten gezwungen hat. 

Die Bachdurchquerungen auf dem Highway fand ich dagegen ganz lustig.

Jetzt sitzen wir auf nem Campground in Darwin und planen den morgigen Geburtstag von Carina.  Wir haben ein Appartment bei Airbnb gebucht und ziehen morgen vom Campground in das Appartment um.  Dort bleiben wir bis Neujahr und dann werden sich unsere wege wohl trennen. 

Sandra fliegt dann von Darwin nach Cairns um als Aupair zu arbeiten, Carina und Daniela wollen mit dem Auto weiter nach Cairns fahren.  Nur Nele und ich wollen in Darwin bleiben und von hier aus nach Arbeit suchen. 

 

Die Tage in Darwin waren echt nett. Zwar gab es mehrmals Zickereien in der Gruppe aber wir hatten trotz allem viel Spass beim Feiern und tanzen.

 

 

Ich wünsche euch allen ein frohes neues Jahr!!!  


Mal ne kleine Übersicht der Strecke die ich bisher gemacht habe. Alles in allem etwa 12000 km (ohne Umwege und kürzere Fahrten) bisher! Stand November 2016